Einmal Hamburg - Sylt und zurück (1 oder 2 Wochentörn)
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Törnverlauf:
Es gibt einen geplanten Ablauf, der den Rahmen bildet und einen noch zu gestaltenden Teil, der von der Crew - oder falls unumgänglich von dem/r Schiffsführer/in - geplant wird.

Allgemeine Regeln:
-Die Mitsegler sollen wetterfeste Segelbekleidung (Küste) und schiffstaugliche Bordschuhe mitbringen. Darüber hinaus packt jeder ein, was er für einen normalen Hotelurlaub an der Nordsee einpacken würde.
-Das Gepäck sollte in einer flexiblen Tasche verstaut sein (kein Hardcover-Koffer).
-Alles weitere ist an Bord vorhanden: nachttaugliche Rettungswesten, Lifebelts, Bettzeug, Handtücher, Segelparka, Gummistiefel, Erste Hilfe und Notfallmedizin.
-Lebensmittel und Getränke sind an Bord. Wer besondere Wünsche hat, sollte sie rechtzeitig vorher anmelden, damit diese berücksichtigt werden können. Im übrigen sollte jedes Crewmitglied sich auch einmal als Koch seiner Lieblingsspeise versuchen, ggf. sind ausgefallene Lebensmittel mitzubringen.
-Benötigt ein Mitsegler besondere Medikamente, muss er sich selbstverständlich selbst damit versorgen. Krankheiten, die seine Fähigkeit für die Durchführung des Törns einschränken, sollen dem/r Schiffsführer/in mitgeteilt werden.
-Mittel gegen Seekrankheit sind an Bord: Akupunkturbänder, Superpep und für schwere Fälle Scopoderm-Pflaster. Grundsätzlich wird die Schiffsführung auf ruhige Seegebiete (Wattengebiete) oder Flüsse (Eider, Nebenflüsse der Elbe) ausweichen, falls ein großer Teil seekrank wird.
-Für Angler: es sind Angeln an Bord und Kunstköder, aber ein Angler sollte entsprechende Genehmigungen nachweisen können und ggf. seine Spezialausrüstung mitbringen.
-Für Taucher: ggf. sollte eine Tarierweste mitgebracht werden, alles andere ist an Bord vorhanden. Plant jemand Tauchgänge, soll er/sie den Tauchschein mitbringen und rechtzeitig Bescheid sagen, damit die Tauchflaschen auch frisch gefüllt sind. Tauchen ist nur ab zwei Personen erlaubt.
-Für Naturfreunde: es gibt zwar zwei Ferngläser an Bord, wer aber jederzeit ungestört die Umwelt beobachten will, sollte sein eigenes Glas mitbringen.
-Wer für Wachen eingeteilt ist, darf 8 Stunden vor dem Wachantritt keinen Alkohol zu sich nehmen. Das gilt auch für das Liegen im Hafen oder vor Anker. Alkohol ist für alle verboten, wenn eine Nachtfahrt geplant oder notwendig wird oder wenn der/die Schiffsführer/in ein Verbot ausspricht.
-Bei Nachtfahrt werden draußen grundsätzlich Rettungswesten getragen, auf dem Vorschiff darf während der Fahrt nicht barfuss gelaufen werden.

Geplanter Ablauf:
Ankommen:
-Die Crew trifft an Bord ab 16.00 Uhr am Samstag ein. Geplanter Liegeplatz: City Sportboothafen Hamburg. Bis 20.00 Uhr sollten alle Crewmitglieder an Bord sein und eine Koje bezogen haben.
- Nachzügler sollen sich bis dahin gemeldet haben und ihre ungefähre Ankunftszeit mitteilen. Das Handy macht es möglich, verspätete Crewmitglieder ggf. auch noch am Sonntag an einem anderen Ort aufzunehmen.
-Bei einem Willkommen-Essen auf der Yacht stellen sich die Mitsegler einander vor, erzählen insbesondere auch von schon vorhandener Segelerfahrung. Grundsätzlich ist keine Segelerfahrung nötig: Neulinge werden von dem/der Schiffsführer/in eingewiesen und entsprechend ihren Fähigkeiten eingeteilt.
-Des weiteren werden die Erwartungen, die jeder an diesen Törn hat, untereinander ausgetauscht und somit eine Grundlage geschaffen für die Ausgestaltung des Törns.
-Der/die Schiffsführer/in erläutert die Eigenheiten des Reviers: Elbe, Wattenmeer, Nordsee, Tidenhäfen, Seegatten, Tiden, Strömungen, Trockenfallen, Ankertechnik, Naturschutz.
-Und er/sie unterweist die Crew in einer ersten Sicherheitseinweisung und stellt die Yacht, die Technik und die Segeltechnik vor. Danach kann - wer will - ab in die Koje.
Abfahrt:
-Ausgelaufen wird wenn möglich eine Stunde vor Hochwasser (Stauwasser) St. Pauli, jedenfalls am ersten Segeltag nicht wesentlich vor Sonnenaufgang.
-Noch auf der Elbe erfolgt die zweite, praktische Sicherheitseinweisung mit Mann-über-Bord Methode. Wacheinteilung und Rollenfindung (Zuständigkeiten). Segelsetzen und -bergen wird geübt
Weiterfahrt:
-Am ersten Segeltag wird ein Ankerplatz vor Sonnenuntergang angefahren.
-Der weitere Verlauf wird von der Crew zusammen mit dem/r Schiffsführer/in geplant.
-Am Donnerstag soll der Hafen Hörnum angelaufen werden, dort sind zwei Hafentage geplant. Hier können Crewmitglieder dazu- oder aussteigen (für Einwochentörns).
-Die Rückkehr muss am Samstag bis spätestens 10.00Uhr erfolgt sein.

Törngestaltung:
Folgende Gestaltungsmöglichkeiten stehen zur Verfügung:
-Ankern im Umfeld der Elbe: hinter Elbinseln, in Nebenflüssen, z. Bsp. Stör, im Wattenmeer bei Cuxhaven (Medemsand) oder vor Neufeld. Beliebt ist auch das Dwarsloch.
-Folgende Häfen können angelaufen werden: Glückstadt, Cuxhaven, Helgoland, Büsum, Tönning, Husum, Föhr, Amrum, Pellworm, Hörnum. U. u. kann man auch Friedrichskoog anlaufen, wo es die berühmten Krabben frisch gibt und im August immer ein Kutterrennen stattfindet, natürlich mit einer Siegesfeier.
-Ankern im Watt: an diversen Stellen außerhalb des Nationalparks hinter den Inseln oder Halligen. Ein sehr schöner Platz liegt hinter Puan Klent auf Sylt, der aber nicht jederzeit angelaufen werden kann. Ankern oder Trockenfallen kann man auch in der Nähe der untergegangenen Stadt Rungholt.
-Wer Seehunde sehen will kommt sicher auf seine Kosten: in der Anfahrt nach Hörnum (nicht bei Hochwasser) oder in der Durchfahrt Richtung Husum sind klassische Seehundsbänke, die sich nicht einmal von der Großschifffahrt stören lassen.